KLEINTIERPRAXIS

Dr. med. vet. Susanne Fleck
 

Tierarztpraxis Dr. Fleck    
Karl-Sigrist-Straße 1    

71711 Steinheim an der Murr    

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07144 8971331    

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  INFORMATIONEN

Hamsterhaltung

  Was man zu allererst über Hamster wissen sollte:
  Hamster sind nachtaktive Tiere. Tagsüber schlafen sie meist und dürfen dabei
  nicht gestört werden. Sie sehen sehr schlecht - bei Tageslicht sind sie nahezu
  blind. Sie brauchen viel Bewegung, daher sind ein Laufrad und regelmäßiger
  Freilauf unerlässlich. Hamster sind von Natur aus Einzelgänger. Artgenossen in
  ihrer Nähe bedeuten für sie Stress pur und sie bekämpfen sich meist bis zum
  Tode.

  Die Unterbringung:
  Entgegen der landläufigen Meinung brauchen auch diese vermeintlich kleinen
  Nager ein ausreichend großes Gehege. Mindestmaße von 100x40x40cm sind
  hier dringend zu beachten und einzuhalten. Ein Schlafhäuschen, ein Laufrad mit
  einem Durchmesser von mindestens 29cm, ein Sandbad mit Chinchilla-Sand
  gefüllt, sowie einige Verstecke in Form von Korkröhren oder ähnlichem sind für
  ein glückliches Hamsterleben unerlässlich. Der Kauf von Hamsterwatte oder
  ähnlichem Nistmaterial ist nicht notwendig und außerdem gesundheits-
  schädlich, da die Watte sich um Gliedmaßen wickeln und diese abbinden
  könnte. Als Nistmaterial reichen zerrupfte Küchentücher mit Heu aus, das der
  Hamster sich selber zu einem Nestchen formt.

  Ein Futternapf ist nicht notwendig, denn man kann das Trockenfutter sowie das
  Frischfutter im Käfig verteilen, sodass der kleine Nager eine Beschäftigung hat
  um sein Futter zusammen zu suchen, wie er es auch in der Natur tun würde.

  Fütterung:
  Ein Hamster benötigt alle paar Tage ein wenig tierisches Eiweiß. Dieses kann
  man in Form von Quark, Käse oder Jogurt und getrockneten oder lebendigen
  Futterinsekten anbieten. Darüber hinaus sollte er täglich 1 EL Trockenfutter
  bekommen und alle paar Tage ein wenig Frischfutter (Salat, Gurke, Möhre, Apfel
  Petersilie, Basilikum, Zucchini, Fenchel…). Bei der Auswahl des Trockenfutters
  sollte man darauf achten, dass keine gepressten Pellets und kein Zucker darin
  enthalten sind.

  Gesundheitscheck:
  Hamster sind von Natur aus Fluchttiere. Das bedeutet, dass sie Beschwerden
  und Krankheiten erst sehr spät, wenn nicht zu spät zeigen. Daher ist es sehr
  wichtig, das Tier jeden Abend einem kleinen Gesundheitscheck zu unterziehen,
  um zumindest die offensichtlichen Probleme schnellst möglich zu erkennen.

  Die Augen sollten klar und ohne Verkrustungen sein, das Fell ist sauber und
  dicht (mit Außnahme der seitlichen Duftdrüsen – hier ist das Fell meist etwas
  dünner), die Afterregion ist auch sauber und ohne Kotrückstände. Das Tier
  bewegt sich gleichmäßig, nimmt Futter an und ist aktiv. Wenn das Tier  
  handzahm ist, sollte man es leicht auf eventuelle Knoten oder Verhärtungen
  abtasten. Jegliche Veränderung bei diesen Punkten sollte strengstens
  beobachtet werden und spätestens nach 1-2 Tagen der Tierarzt konsultiert
  werden.

  Wenn ein Hamster eine Krankheit hat, so dauert dies nicht lange und er wird
  daran sterben, wenn er keine Behandlung bekommt.
  Vor allem bei Durchfall muss sofort gehandelt werden, da diese kleinen Tiere    
  innerhalb weniger Stunden austrocknen könnten.

Heimtierhaltung (Meerschweinchen + Kaninchen)

  Meerschweinchen leben in Familienverbänden mit einem Männchen und
  mehreren Weibchen und ihren Jungtieren. Daher ist eine Einzelhaltung absolut
  nicht artgerecht !!
  Die Tiere müssen zumindest paarweise gehalten werden !

  Auch Kaninchen leben in freier Wildbahn in Familiengruppen. Auch hier ist eine
  Einzelhaltung abzulehnen.
  Für zwei Meerschweinchen sollte der Käfig mindestens 120 x 60 cm groß sein.
  Zwei Kaninchen in Heimtierhaltung sollten mindestens 140 x 60 zur Verfügung
  haben. Dazu benötigen sie alle noch täglichen Auslauf im Zimmer oder im
  Sommer im Garten. Die Grundfläche kann z.B. auch durch den Einbau von
  zweiten Ebenen oder durch Zusammenbauen zweier Käfige übereinander
  vergrößert werden. Je größer und interessanter eingerichtet der Käfig ist, desto
  besser. Die Meerschweinchen und Kaninchen benötigen mindestens einen 
  Unterschlupf/ Versteck pro Tier.
  Der Käfig sollte mit handelsüblichem Kleintierstreu eingestreut sein. Darauf
  kann Stroh verteilt werden, welches wärmt, als Versteck dienen kann und
  manchem Meerschweinchen und Kaninchen auch noch lecker schmeckt.
  Der Schwerpunkt der Ernährung  muß klar auf Heu und eine abwechslungsreiche
  Frischkost gelegt werden. Heu und Wasser muß immer zur freien Verfügung
  ausreichend vorhanden sein !
  Kotfressen (Blinddarmkot) ist für Meerschweinchen und Kaninchen eine
  lebensnotwendige Verhaltensweise und darf den Tieren nicht verwehrt werden.
  Sie brauchen die Vitamine B und K, die im Blindarm gebildet werden.
  Frischfutter und Zweige zum Nagen ergänzen den Speiseplan. Frischfutter nur in
  Maßen geben (ca 100g/Tier, idealerweise verteilt über den Tag), damit die
  Heuaufnahme nicht zu kurz kommt. Ausreichende Heuaufnahme gewährleistet
  einen optimalen Zahnabrieb der lebenslang wachsenden Zähne, ebenso wie den
  idealen Ablauf der Verdauungsvorgänge !
  Kaninchen und Meerschweinchen brauchen kein Getreide bzw Trockenfutter in  
  irgendeiner Form!
  Neben der oben erwähnten mangelnden Abnutzung der Zähne, kann
  Trockenfutter /Getreide die Darmflora negativ beinträchtigen, was zu starken
  gesundheitlichen Problemen führen kann (Fehlgärungen, Aufgasungen)!
  Außerdem sind die kommerziellen Fertigfutter meistens zu kalorienreich, so daß
  eine Fettleibigkeit der Tiere daraus resultiert. Übergewichtige Tiere
  neigen zu Haut-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen !
  Aus tiermedizinischer Sicht stellt Trockenfutter weiterhin eine Gefahr für Nieren
  und Blasen dar. Die häufig an Mineralien zu gehaltvollen Futter führen nicht
  selten zu Nieren- und   Blasensteinen bzw Blasenschlamm !!! Oftmals kann dann
  nur noch operativ dem erkrankten Tier geholfen werden !
  Meerschweinchen und Kaninchen dürfen nie einen Hungertag einlegen. Der 
  Magen dieser    Tiere ist ein sogenannter Stopfmagen, der nur bei ständiger
  Nahrungsaufnahme durch Weiterschieben der verdauten Kost geleert und sofort
  neu gefüllt werden kann. Das heißt, die Tiere müssen den ganzen Tag über die
  Möglichkeit zu fressen haben. Appetitlosigkeit ist ein sicheres Zeichen von
  Krankheiten !

  Verträgliches Frischfutter
  Gras, Löwenzahn, Sellerie, "Salate der Saison" (kein Kopfsalat, besser sind
  Radicchio, Endivien etc.), Karotten, Gurke, Tomaten, rote Beete, Fenchel, Paprika
  (enthält viel Vitamin C), Spinat, sowie frische Kräuter (Basilikum, Salbei,
  Thymian, Petersilie etc).
  Bei Obst kann in kleinen Mengen (Vorsicht Zuckergehalt) alles ausprobiert
  werden (Erdbeeren, Melone, Birne, Apfel etc).

  Madenbefall bei Kaninchen + Meerschweinchen

  Vor allem in der heißen Jahreszeit mit Temperaturen über 20 Grad kommt es
  immer wieder zu starkem Madenbefall  bei Kaninchen und Meerschweinchen.

  Ursache dafür ist meistens eine Durchfallerkrankung. Das kotverschmierte Fell
  rund um den Anus zieht Fleisch- und Schmeißfliegen innerhalb kürzester Zeit an.

  Diese legen ihre Eier bevorzugt in derart verklebtes Fell ab. Bei den warmen
  Temperaturen kommt es bereits nach wenigen Stunden zum Schlupf der Maden.
  Diese ernähren sich dann vom Kot oder auch vom Muskelfleisch der Kaninchen.
  D.h. Die Tiere werden innerhalb kürzester Zeit regelrecht „angefressen“.

  Die Maden siedeln sich zuerst bevorzugt in den Inguinaldrüsen neben dem After
  an. Bei stärkerem Befall breiten sie sich weiter in Richtung Rücken aus, was zu
  Entzündung und Loslösung der Haut führt. Bei starkem Befall fressen sich die
  Fliegenmaden durch die Muskulatur bis in das Körperinnere durch.

  Kaninchen /Meerschweinchen zeigen leider Schmerzen nicht so wie andere
  Tiere, d.h. sie leiden still. Oftmals wird der Madenbefall erst bemerkt, wenn das
  Kaninchen /Meerschweinchen schlecht oder gar nicht mehr frißt und apathisch
  im Stall liegt.

  In den meisten dieser fortgeschrittenen Fälle kann dem Tier nicht mehr geholfen
  werden und es muß erlöst werden.

  Im Sommer jeden Abend „Po-Kontrolle“ !
  Bei Madenbefall sofort zum Tierarzt !

  Kontrollieren Sie jeden Abend, ob das Fell am Po durch Durchfall verklebt ist.
  Sollte das so sein, sofort die verklebten Regionen unter fließendem Wasser
  reinigen, das Fell gut trocken rubbeln, eventuell sogar fönen und das
  Kaninchen/Meerschweinchen für eine Nacht im Haus unterbringen. Um den
  Durchfall zu bekämpfen, sollte das Tier 1-2 Tage kein Feuchtfutter (Gurken,
  Karotten etc.) sondern nur Heu bekommen.

  Kann mit diesen Maßnahmen der Durchfall nicht reguliert werden, wenden Sie
  sich bitte dringend an Ihren Tierarzt, damit die Ursache des Durchfalls behoben
  werden kann !!
  In Anfangsstadien des Befalls müssen die Maden abgesammelt werden und der
  Tierarzt verabreicht ein Antiparasitarikum. Die Wunden werden symptomatisch
  behandelt, d.h. Reinigung und ggf. Verabreichung von Antibiotika,
  Schmerzmitteln und Salben.
 

 

Sprechzeiten  

Montag bis Freitag   
10.00 - 12.00 Uhr nach Vereinbarung   

Mo, Di, Mi + Fr Nachmittag   
15.30 - 18.30 Uhr nach Vereinbarung
   


              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir nehmen uns für unsere Patienten ausreichend Zeit und können so gründliche Diagnosen
durchführen, welche die richtige Versorgung Ihres Tieres sicherstellt.

Für kompetente und zuverlässige Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung !